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Black_Pantha
 Betreff des Beitrags: Martin Luther King
Ungelesener BeitragVerfasst: Mi 5. Mai 2010, 16:30 
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Er war ein großer Mann mit großen Träumen, der damit auch sehr viel erreichte, auch nach seinem Tod. Er zeigte der Welt, dass Man für seine Träume kämpfen kann und auch friedlich was erreichen kann.


Meine Frage an euch wäre: Wie interpretiert ihr den Hügel von dem er sprach, warum meinte er "Wir sind die Leute, die ins gelobte Land kommen"?

LG Pantha

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„Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren.“
Bertolt Brecht


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Matthias
 Betreff des Beitrags: Re: Martin Luther King
Ungelesener BeitragVerfasst: Mi 5. Mai 2010, 21:39 
Black_Pantha hat geschrieben:
Meine Frage an euch wäre: Wie interpretiert ihr den Hügel von dem er sprach, warum meinte er "Wir sind die Leute, die ins gelobte Land kommen"?

LG Pantha


“We the People of the United States, in Order to form a more perfect Union, establish Justice, insure domestic Tranquility, provide for the common defence, promote the general Welfare, and secure the Blessings of Liberty to ourselves and our Posterity, do ordain and establish this Constitution for the United States of America.”
Präambel der amerikanischen Verfassung.

Das gelobte Land aus der Sicht eines Amerikaners ist ein Land, in dem Recht, Gerechtigkeit, allgemeine Wohlfahrt und Freiheit herrschen.

We the People ist der geistige Vater von Wir sind das Volk.

Die gesetzgebende Gewalt in den USA ist das Capitol Hill, um auch deine Frage nach dem Hügel zu beantworten.


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Black_Pantha
 Betreff des Beitrags: Re: Martin Luther King
Ungelesener BeitragVerfasst: Mi 5. Mai 2010, 23:25 
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Vielen Dank für deinen Beitrag Matthias, sehr tiefgehend die Rede, ich hätte das Ganze übersehen.

LG Pantha

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Matthias
 Betreff des Beitrags: Re: Martin Luther King
Ungelesener BeitragVerfasst: Do 6. Mai 2010, 00:25 
Er wollte an diesem Tag die Rede gar nicht halten, da er müde und erschöpft im Hotel ankam.
Da die Streikenden aber sehr enttäuscht und "sauer" waren, hat er sich dann doch aufgerafft und diese Textbausteinrede gehalten.
Es war also eine keine Rede, die speziell für diesen Tag konzipiert war, sondern es war ein freie Rede aus dem Stegreif.
Aus diesem Grunde wurde es ein komprimierte Rede, in der die Grundforderungen und -vorstellungen zusammengefasst wurden.
Das "Promised Land" darf daher nicht mit dem "gelobten Land" Moses und der Befreiung aus der Sklaverei verwechselt werden.

Martin Luther King war Amerikaner und forderte die Rechte seines Landes ein, so wie sie in der Verfassung festgeschrieben waren. Das war der eigentliche Trick dabei.
Jeder Amerikaner hat die Vorgabe seiner Verfassung einzuhalten.


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Black_Pantha
 Betreff des Beitrags: Re: Martin Luther King
Ungelesener BeitragVerfasst: Do 6. Mai 2010, 13:38 
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Registriert: Fr 9. Apr 2010, 23:12
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Immerhin hat er von "My eyes have seen the glory, of the coming of the lord." gesprochen, das könnte man als Gottes gesandten nennen, der alle "rettet".

Ich bin der Meinung, dass das Ganze zweideutig ist.

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Matthias
 Betreff des Beitrags: Re: Martin Luther King
Ungelesener BeitragVerfasst: Do 6. Mai 2010, 14:39 
Sorry, :P
"The Battle Hymn of the Republic (dt. Die Schlachthymne der Republik) ist eines der bekanntesten patriotischen Lieder der USA."
http://de.wikipedia.org/wiki/The_Battle ... e_Republic

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Da sind viele auf der falschen Fährte und verstehen den Hintergrund nicht.
Gut, daß du nachgefragt hast.

Er war zwar auch Baptistenpastor, aber primär war er jemand, der sich für die Bürgerrechte eingesetzt hat.
Also schwarzer Pastor hätte er nur die Möglichkeit gehabt, auf Farbige einzuwirken.

Grundlage seines Erfolges war aber der Sieg vor dem Obersten Gerichtshof, der die Rassentrennung in den Bussen von Montgomery verbot, somit ein juristischer Sieg auf der Grundlage der amerikanischen Verfassung.


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TillEulenspiegel
 Betreff des Beitrags: Re: Martin Luther King
Ungelesener BeitragVerfasst: Do 6. Mai 2010, 15:37 
In den USA wird mit dem Wort "mountain" mehr als nur die bloße Bedeutung "Berg" verbunden.

In einem Song heißt es: Lord, this time you gave me a mountain......
was in diesem Fall riesige Herausforderung bedeutet.
Born in the heat of the desert
My mother died giving me life
Deprived of the love of a father
Blamed for the loss of his wife
You know Lord I've been in a prison
For something that I never done
It's been one hill after another
I've climbed them all one by one

But this time, Lord you gave me a mountain
A mountain you know I may never climb
It isn't just a hill any longer
You gave me a mountain this time

My woman got tired of heartaches
Tired of the grief and the strife
So tired of working for nothing
Just tired of being my wife
She took my one ray of sunshine
She took my pride and my joy
She took my reason for living
She took my small baby boy

But this time, Lord you gave me a mountain
A mountain you know I may never climb
It isn't just a hill any longer
You gave me a mountain this time

http://www.absolutelyrics.com/lyrics/vi ... _mountain/

John Winthrop 1588 - 1640 sagte in seiner berühmten Predigt an Bord der Arbella 1630:

Zitat:
... for we must consider that we shall be as a city upon a hill, the eyes of all people are upon us;


The concept of manifest destiny is as old as the first New Ewngland settlements. Without using the words, John Winthrop articulated the concept in his famous sermon, the Arbella Covenant (1630), when he said: " ... for we must consider that we shall be as a city upon a hill, the eyes of all people are upon us; ..." Winthrop exhorts his listeners to carry on God's mission and to set a shining example for the rest of the world. From this beginning, the concept has had religious, social, economic, and political consequences. The words manifest destiny were first used by editor John L. O'Sullivan in 1845.
http://www.csustan.edu/english/reuben/p ... d/axt.html

In diesem Fall ist mit "city upon the hill" Jerusalem gemeint, das die tiefgläubigen Pilgrim Fathers in New England aufbauen wollten.

Weiter werden bei den Pilgrims immer wieder Verbindungen gezogen zu Moses 5.
Nicht vergessen: Moses bestieg den Berg Sinai und erhielt die Gesetzestafeln.

Martin Luther King kann Capitol Hill gemeint haben, meiner Ansicht nach ist aber mehr der Sinai gemeint, "die Stadt auf dem Hügel" oder auch die Herausforderung.


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Matthias
 Betreff des Beitrags: Re: Martin Luther King
Ungelesener BeitragVerfasst: Do 6. Mai 2010, 16:45 
TillEulenspiegel hat geschrieben:
Martin Luther King kann Capitol Hill gemeint haben, meiner Ansicht nach ist aber mehr der Sinai gemeint, "die Stadt auf dem Hügel" oder auch die Herausforderung.


Es könnte zwar so interpretiert werden, der
Dr. Martin Luther King Day
ist aber einer der raren 11 amerikanischen nationalen Feiertage.
Das lässt doch vermuten, dass sein Wirken und seine Worte von vielen als patriotisch eingestuft wird.

Alles andere ergibt auch sehr wenig Sinn, da ja nicht irgendeine Zukunft in irgendeinem fernen Lande versprochen wurde, in dem Milch und Honig fließen, sondern ganz konkret die sofortige Anwendung der Verfassung und die Einhaltung der Gesetze gefordert wurde.

Der March on Washington for Jobs and Freedom mit der I have a Dream-Rede war einer der Höhepunkte.


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TillEulenspiegel
 Betreff des Beitrags: Re: Martin Luther King
Ungelesener BeitragVerfasst: Do 6. Mai 2010, 16:58 
Kann sein, kann nicht sein.
Er kann natürlich den Weg zum Capitol Hill als "seinen Berg,sprich seine Herausforderung bezeichnet haben.


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chillipepper
 Betreff des Beitrags: Re: Martin Luther King
Ungelesener BeitragVerfasst: Sa 26. Jun 2010, 23:39 
Diese sehr ergreifende Rede und die Aussage "Wir sind die Leute, die ins gelobte Land kommen" lässt vielleicht auch die Vermutung zu, dass Martin Luther King eine Vorahnung gehabt haben könnte, von seinem nahen Tod. Im Grunde genommen kann es gar nicht anders gewesen sein. Eine großartige Rede!

LG Dein Benni :D :thumbup: :wave:


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