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Thanathos
Ungelesener BeitragVerfasst: Sa 23. Apr 2011, 10:46 
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Hallo Leute ...

Diese Thema hat folgenden Gedanken ...

Jeder User welcher möchte soll hier Fragen stellen,
von denen er denkt, dass es auf dies Fragen keine ausreichenden Antworten gibt ...

Egal ob im Bereich Wissenschaft oder Philosophie oder... ... ...

Interessant wird es wenn andere User ihre Gedankengänge, zu den Fragen loswerden ... und Leute dich sich mit den jeweiligen Themengebiet auskennen noch ihren „Senf“ dazugeben ... ... ...

Schauen wir mal was dabei rauskommt ...
Also fragt doch mal bunt drauf los ...


LG Thanathos


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korrektus
Ungelesener BeitragVerfasst: Sa 23. Apr 2011, 13:02 
Sehr gute Idee!

Spontan eine Frage:

Gestern Abend sah ich eine Doku über die Entstehung der Erde.
Die Entstehung des Erdtrabanten, also unser orbitaler Gefährte, der Mond, soll durch eine unglaublich heftige Kollision eines Planeten mit der Erde vor 4,5 Milliarden Jahren entstanden sein.

Warum sind dann sowohl der Mond als auch die Erde so "kugelrund"?


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grinch
Ungelesener BeitragVerfasst: Sa 23. Apr 2011, 15:46 
und Leute dich sich mit den jeweiligen Themengebiet auskennen noch ihren „Senf“ dazugeben ... ..*
Irgendwie verwechselst Du etwas, dies ist nicht der Senfblog, leider habe ich keinen Link sonst würde ich Dich weiterführen, ich denke aber Peter hat einen Link für Dich. :twisted:


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Thanathos
Ungelesener BeitragVerfasst: Sa 23. Apr 2011, 18:26 
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Hallo korrektus ... und danke ...

Die Astrophysik kennt die Antwort ;)

Sobald ein Himmelkörper eine Gewisse Masse übersteigt ...
Zwingt ihm seine eigene Gravitation in ein sogenanntes Hydrostatisches Gleichgewicht ...

Gleich wie Wasser im freien Weltraum eine Kugelrunde Form annimmt, ...
nimmt auch ein Gestein-Eisenobjekt wie die Erde ab einer gewissen Eigengravitation eine runde Form an ... denn die Gravitation ist ins Zentrum gerichtet ... das „zwingt“ die Masse in jene Form, wo die Oberfläche überall (in etwa) gleich weit von der Erde entfernt ist ... also in die einer Kugel ... Alles Klar ... ;)


Zuletzt geändert von Thanathos am Sa 23. Apr 2011, 18:30, insgesamt 2-mal geändert.

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Thanathos
Ungelesener BeitragVerfasst: Sa 23. Apr 2011, 18:28 
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grinch hat geschrieben:
leider habe ich keinen Link sonst würde ich Dich weiterführen, ich denke aber Peter hat einen Link für Dich. :twisted:


Du musst dich ja an den Diskussionen nicht beteiligen, wenn du nicht willst ...
Von welchen "Link" schreibst du ... ?


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korrektus
Ungelesener BeitragVerfasst: Sa 23. Apr 2011, 19:35 
Danke Thanathos, deine Erklärung erscheint mir schlüssig!

Noch eine Kopfnuss:

Glaubt man den Ausführungen des Astrophysikers André Maeder, werden Ausserirdische von der Menschheit mit großer Wahrscheinlichkeit als Erstes TV-Sendungen wahrnehmen, wenn es sie denn gibt, die extraterrestrischen Wesen.

Das Getöse der Erde

Der Astrophysiker stellt folgende These auf, Zitat:
"Wir sind ein Planet, der Lärm produziert», sagt Maeder in einem Interview mit der Zeitung «Le Matin». Im All könne man unsere TV-Emissionen noch hunderte von Lichtjahren entfernt orten. Diese würden einen grossen Teil der empfangbaren Ausstrahlungen der Erde ausmachen, die nicht durch natürliche Phänomene erklärbar sind.

Die Menschen würden es ja nicht anders machen, sagt Maeder. Das berühmte Institut SETI in den USA zum Beispiel horcht mit riesigen Antennen schon seit Jahren die Weiten des Alls nach ungewöhnlichen Geräuschen ab, die uns auf die Spur von fremdem Leben bringen könnten. «Wenn ein Kontakt stattfindet, dann über Telekommunikation», ist André Maeder überzeugt.

Besuch beim Alien wäre Treibstoffverschwendung

Der Grund ist ein physikalischer: Um eine Reise in den uns noch unbekannten Teil des Alls anzutreten müssten wir uns fast in Lichtgeschwindigkeit bewegen können. Der Astrophysiker erklärt: «Es bräuchte vier Tonnen Atom-Brennstoff, um ein Gramm Last hin- und zurückzubewegen. Also 32‘000 Tonnen Atom-Brennstoff nur um einen Mann von 80 Kilo zu transportieren.»

Aber glaubt die Wissenschaft überhaupt an Ausserirdische? Maeder antwortet vorsichtig: «Es gibt rund 200 Milliarden Sterne im Universum. Jeder hat zehn Planeten. Das macht 2000 Milliarden Planeten. Bei dieser grossen Zahl wird es wahrscheinlich ein paar haben, auf denen Leben entstehen kann.""


Hat Maeder recht?
Und, könnten die Ausserirdischen dann nicht auch z.B. die von mir geführten Handy- Gespräche empfangen und vielleicht sogar noch in tausenden von Jahren entschlüsseln in ihre "Sprache"?

P.S. 200 Milliarden Sterne im Universum scheint mir ein "Versprecher" von Maeder zu sein. Er meint wohl in unserer Galaxie, oder?

http://www.blick.ch/news/kurios/aliens- ... ken-147250


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Thanathos
Ungelesener BeitragVerfasst: So 24. Apr 2011, 16:18 
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korrektus hat geschrieben:
"Wir sind ein Planet, der Lärm produziert», sagt Maeder in einem Interview mit der Zeitung «Le Matin». Im All könne man unsere TV-Emissionen noch hunderte von Lichtjahren entfernt orten.

Sorry aber das ist Schwachsinn ...
Die stärke der elektromagnetischen Strahlung nimmt mit den Quadrat zum Abstand ab ... also sie wird jeweils bei doppelter Entfernung um ein Viertel geringer ... nach schon einigen dutzend Lichtjahren (spätestens etwa nach knapp 100 LJ) sind unsere Signale so schwach, das sie nicht mehr von Kosmischen Hintergrundrauschen auseinander zu hallten sind ...

„Das berühmte Institut SETI in den USA zum Beispiel horcht mit riesigen Antennen schon seit Jahren die Weiten des Alls nach ungewöhnlichen Geräuschen ab,“

Sorry ... der Vergleich mit SETI ist nicht unsinnig ...
Beim Projekt SETI hofft man nicht TV Sender von IT zu empfangen ...
denn das wäre ab einer sehr überschaubaren Entfernung nicht mehr möglich ...
Sondern man hofft darauf, das eine andere Zivilisation gezielt Botschaften, nach verschiedenen Sternensystemen geschickt hat (in Form von gebündelten Elektromagnetischen Strahlen in einem bestimmten Frequenzbereich) ... diese könnte man dann VL mit SETI empfangen ...

„Der Grund ist ein physikalischer: Um eine Reise in den uns noch unbekannten Teil des Alls anzutreten müssten wir uns fast in Lichtgeschwindigkeit bewegen können. Der Astrophysiker erklärt: «Es bräuchte vier Tonnen Atom-Brennstoff, um ein Gramm Last hin- und zurückzubewegen. Also 32‘000 Tonnen Atom-Brennstoff nur um einen Mann von 80 Kilo zu transportieren.»“

Mit heutigen Technologien könnte das in etwa hinkommen (hab nicht nachgerechnet ...) ... aber es ist unklar was die Zukunft bringt ... denn alle Möglichkeiten interstellar zu reißen sind noch nicht ganz geklärt ...

„Aber glaubt die Wissenschaft überhaupt an Ausserirdische? Maeder antwortet vorsichtig: «Es gibt rund 200 Milliarden Sterne im Universum. Jeder hat zehn Planeten. Das macht 2000 Milliarden Planeten. Bei dieser grossen Zahl wird es wahrscheinlich ein paar haben, auf denen Leben entstehen kann.""“

Gute Frage ... Aber mal der reihe Nach ...
„Aber glaubt die Wissenschaft überhaupt an Ausserirdische?“
Ja, die meisten Experten halten das für mehr als wahrscheinlich ...

„«Es gibt rund 200 Milliarden Sterne im Universum.“
Das ist falsch ... es gibt etwa 200 Mrd. Sterne in unserer etwa gewöhnlich großen Galaxie ... und es gibt etwa 200 Mrd. Galaxien im sichtbaren Universum ...

„Jeder hat zehn Planeten“
Das wird statistisch gesehen etwas zu viel sein ... aber okay ...

„Bei dieser grossen Zahl wird es wahrscheinlich ein paar haben, auf denen Leben entstehen kann.""“
Da muss man aber mal die Wahrscheinlichkeit das leben entsteht dazu denken ...

Es gibt sicherlich unzähliger Planeten, Zwergplaneten und Monde auf denen es Leben gibt ... viele Astronomen, Biologen und andere Experten sind davon überzeugt, dass Leben eine sehr häufiges Phänomen ist ...
Selbst in unseren Sonnensystem könnte es extraterrestrisches Leben geben ...
ZB in der Hochatmosphäre der Venus oder am Mond Europa ...

Dagegen wird meist davon ausgegangen das Komplexes Leben ... schon relativ selten ist ... und technische Zivilisationen bildendes Leben sehr sehr selten ist ...
Dazu muss einfach viel zu viel passen und dann brauch es noch einen (bzw. viele) riesen Zufall ...

„Und, könnten die Ausserirdischen dann nicht auch z.B. die von mir geführten Handy- Gespräche empfangen und vielleicht sogar noch in tausenden von Jahren entschlüsseln in ihre "Sprache"?“
Ich glaube das hab ich oben beantwortet oder ... ?

„P.S. 200 Milliarden Sterne im Universum scheint mir ein "Versprecher" von Maeder zu sein. Er meint wohl in unserer Galaxie, oder?“
Oh ja so ist es ...


FG Thanathos


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korrektus
Ungelesener BeitragVerfasst: So 24. Apr 2011, 19:57 
K L A S S E

Vielen Dank, Thanathos!

Du scheinst ja auf diesem Gebiet ein echter Hirsch zu sein...! :thumbup: :thumbup: :thumbup: :thumbup: :thumbup:


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Thanathos
Ungelesener BeitragVerfasst: So 24. Apr 2011, 20:58 
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Gerne ... "echter Hirsch" lol

Wäre lustig wenn sich mehr Leute beteiligen würden ...
Mit Guten Fragen und den besagten "Senf" ...


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SchVVarzer Peter
Ungelesener BeitragVerfasst: So 24. Apr 2011, 21:26 
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Mein Wissen über Astrophysik, hält sich in Grenzen, so dass ich, zumindest jetzt und zu diesem Thema, allenfalls Senf beitragen kann. :peter:

Mein Senf zu diesem Thema wäre:
Kann es nicht sein, dass wir doch in den Weiten des Universums gehört werden? Wenn ich so an diverse Talkshows im TV, DSDS usw. - sicher auch die ein oder andere Bundestagsdebatte - denke, bekommt für mich die Tatsache, dass uns intelligentes Leben ignoriert, eine gewisse Logik. :lol: :peter:

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Wenn alle Leute nur dann redeten, wenn sie etwas zu sagen haben, würden die Menschen sehr bald den Gebrauch der Sprache verlieren.
William Somerset Maugham


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SchVVarzer Peter
Ungelesener BeitragVerfasst: So 24. Apr 2011, 22:01 
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http://www.cosmiq.de/qa/show/3048760/Ga ... zerstoert/

Ich weiß zwar nicht genau um was es da geht, hört sich aber so an, als könne Thanathos das Problem lösen bzw. sie Frage beantworten.

_________________
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korrektus
Ungelesener BeitragVerfasst: Mo 25. Apr 2011, 08:44 
Thanathos,

glaubst du an eine göttliche Macht, also an Gott?

Wenn ja, warum?
Wenn nein, dann würde mich deine Begründung natürlich auch interessieren...?


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Thanathos
Ungelesener BeitragVerfasst: Mo 25. Apr 2011, 12:37 
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Die Gretchenfrage ...

Nein, tu ich nicht ...

Es gibt nicht nur einen Grund sondern eine Reihe von Gründen, für mich nicht an übergeordnete Mächte bzw. Wesen zu glauben ...

1. Nur weil eine Vorstellung uns besser gefällt als eine andere, erhält sie deshalb keine größere Wahrheitsgehalt. Und eine Übergeordneten Macht, die einen Sinn für den Leben und die Welt kennt beziehungsweise darstellt ... halten viele für eine schöne Vorstellung ... auch ohne das es dafür plausible Gründe gibt ...

2. Es gibt keinen Grund mehr an einen Gott zu glauben, als an das berühmte fliegende Spagettimonster ... Das Vorhandensein eines Gottes ist nicht falsifizierbar ... es ist also nicht beweisbar, dass es ihm nicht gibt ... aber nur die Tatsache, dass man etwas nicht widerlegen kann, ist noch lange kein Grund etwas zu glauben ... kurzes Beispiel ... wenn ich sagen würde „Bin Laden versteckt sich seit 14 Monaten in meinen Keller und spielt dort mit einem genmanipulierten Rhesusaffen UNO“ dann könntest du nicht beweisen, dass diese Behauptung zu 100% falsch ist ... aber das ist wohl dennoch kein Grund für dich, dies zu glauben ...

Warum sollte man überhaupt irgendetwas blind glauben ... ... ... ... ... ... ... ... ... ??? ??? ???

3. Wir leben in einer Welt in der alles rational erklärbar zu sein scheint ... Gott war schon „Wissenslückenfüller“ ... und ist es heute noch ...
Wir hatten für Blitze keine Erklärung ... also waren sie ein Werk (eines) Gottes ... Wir hatten für die Entstehung für Leben keine Erklärung ... also musste wieder (ein) Gott herhalten ...

Heute haben wir immer noch für viele Dinge keine Erklärung ... (zB für den Auslöser des Urknalls) also war es für viele Gottes Tat ... Es hat sich seit früher nicht viel geändert ... außer das die Lücken immer mehr mit Wissenschaft gefühlt werden und Gott immer weiter weichen muss ... Klar es wird wohl (innerhalb einer halbwegs Absehbaren Zeit) immer ungeklärte Fragen geben ... Dies ist aber kein Grund dessen Erklärungen zu einen Gott auszulagern ...

4. Der Glaube an Gott und Religionen kann auch die Wissenschaft behindern ...
Denn wenn man glaubt, dass etwas Gottes unerklärliches Werk ist ... gibt es keinen Grund an diesen Thema weiter zu forschen ... oder darüber zu lernen ... denn die Antwort auf jede schwere Frage ist ja steht’s die selbe ... „Es war Gott“ ... siehe zB die Anhänger des „Intelligent Design“ ...

5. Der Glaube an Gott/Götter und Religionen ist etwas das wohl meist (oder immer) bei der Entstehung von Intelligenten, Fragen stellenden Lebewesen auftaucht ...
Siehe meine Antwort auf
http://www.cosmiq.de/qa/show/3037282/We ... ?#a8199878
Und vl. sollte dieser Entwicklungsschritt auch mal überwunden werden ...

6. Wenn es einen Gott geben sollte ... also einen absolut allwissenden Gott, mit einer absoluten Allmacht ... dann kann es sich dabei nur um einen Gott handeln dem die irdischen Lebewesen absolut gleichgültig sind oder um einen welcher sehr sadistischen veranlagt ist ...

Millionen unschuldiger Menschen leiden und/oder sterben jedes Jahr ... unzählige Kinder werden misshandelt ... Lebwesen gequält ... Kinder verdursten ... Babys sterben bei der Geburt ... und so weiter und so weiter ... ... ... (es ist wohl klar auf was ich hinaus will) ... und Gott hat die Welt so geschaffen, dass dies alles so und nicht anders geschieht ... man bedenke, dass er die Welt auch anders schaffen hätte können, denn er hat ja (in der Theorie) eine absolute Allmacht ... Als er die Welt geschaffen hat (ja wir gehen jetzt mal zum Spaß davon aus ...) hätte er den verlauf der Dinge WISSEN MÜSSEN ... denn er ist ja allwissend ... er hat ja auch die Menschen geschaffen und hätte WISSEN MÜSSEN, was dabei genau rauskommt ... aber er hat es genau so gemacht und nicht anders ... ? nicht noch besser ... ? keine Welt ohne Großes Leid ... Nicht ohne schwerkranke, unschuldige Kinder ... ?

Und dass diese Leidenfälle einen übergeordneten Zweck dienen sollen (es hat alles einen Sinn den nur Gott begreift [blablabla]), ist wohl der verzweifeltste Ausflucht den die Gläubigen begehen... einerseits, was soll es für einen Sinn haben, dass zB ein kleines Kind Leukämie bekommt und langsam und qualvoll sein kaum begonnenen Leben wieder beenden muss ... und wenn solche Fälle echt einen Sinn haben sollten ... also eine Zweck ... warum hat Gott diesen mysteriösen Zweck nicht erfüllt ... (er ist ja allmächtig ... egal was er damit bezwecken wollte hätte er ja auch anders geschafft ... man bedenke das Wörtchen „Allmacht“) ...

Das sind mal die wesentlichen Gründe warum ich nicht an eine übergeordnete Macht, wie an einen Gott, glaube ... dazu will ich noch sagen, dass ich niemanden wegen seines Glauben verachte ... ich respektiere denn Glauben anderer Menschen, ich teile ihm jedoch nicht ... das oben geschriebene ist also nicht als Angriff gegenüber Gläubigen zu verstehen ... sondern als Begründung warum ich es selbst ablehne an derartiges, bzw. an irgendetwas blind zu glauben ... ... ...


LG Thanathos


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Thanathos
Ungelesener BeitragVerfasst: Mo 25. Apr 2011, 13:41 
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Du ... ?


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korrektus
Ungelesener BeitragVerfasst: Mo 25. Apr 2011, 14:57 
Hallo Thanathos,
danke für dein Engagement und deine prompte und interessante Antwort.

Ja, ich glaube an einen Sinn unserer Existenz und schließe die Möglichkeit aus, dass wir nur ein zufällig entstandenes Konglomerat aus verschiedenen Stoffen sind, welches durch extrem günstige Konstellationen entstanden ist.

Auch ich kann an dieser Stelle nur meine Ansichten präsentieren und muss Beweise schuldig bleiben.

Deine Worte, Thanathos, erzeugen bei mir mehr Fragen, denn sie mir Antworten geben können.

Warum z.B. erfolgte der Urknall just zu der Zeit, an dem er erfolgt ist?
Warum nicht früher, später? Warum überhaupt? War der Urknall überhaupt der Anfang von allem? Was war vorher, vielleicht das absolute Nichts? Wenn ja, warum entstand Leben aus dem Nichts. Gott hätte es ja beim Nichts (außer ihm selbst) belassen können, oder? War dem Schöpfer, für den es kein Anfang und kein Ende gibt, salopp ausgedrückt, etwa „langweilig“?
Warum kann die Wissenschaft nur –und auch nur in Fragmenten- das ‚Wie’ (wie etwas funktioniert) erklären, aber niemals das Warum (Warum das Ganze)?
Warum gab es plötzlich (Urknall) eine Wirkung ohne Ursache?

Gleichwohl,

selbst bevor die Bibel und andere fundamentale Schriften geschrieben wurden, waren sich die Mensch ihrer höheren Stellung und auch ihrer Einmaligkeit bewusst. Immer schon suchten wir, über allen anderen Lebewesen stehenden Schöpfungskreaturen, nach dem Sinn unserer Existenz. Die Menschen vermuteten eigentlich schon seit ihrem Erscheinen auf diesem Planeten, dass dieses unglaubliche Konstrukt aller Abläufe einen Sinn habe muss. Sie erkannten, dass das ‚Warum’ die wesentlichste Frage ist und nicht das ‚Wie’ der Abläufe, die berechenbar und erklärbar sind oder zukünftig sein werden. Allerdings interpretierten sie manche Abläufe einfach falsch oder interpretierten diese Phänomene als untrügliche Zeichen des Schöpfers.

Wir müssen und mussten in unserer Beschränktheit erkennen, meist nur intuitiv, dass der Mensch in seiner winzigen Welt das ‚Warum’ des erhabenen Menschseins und von allem Geschehen wohl nie ergründen kann. Also bleibt der Glaube an etwas, dass dem Ganzen einen Sinn gibt. Um dieser „Macht“ einen Namen zu geben, erfand man beispielsweise den Namen ‚Gott’, es hätte auch ein anderer Name sein können –und es gibt auch andere Namen für diesen „Unfassbaren“. Es gab und gibt immer noch gibt kein Motiv, welches sich den Menschen erschließt und unsere Existenz begründet, qausi eine unumstößliche, logische Offenbarung. Es gibt und gab aber sehr wohl die radikale und konsequente Überlegung, dass ohne Gott und Motiv nur das absolute Nichts wäre oder die unglaublichsten Zufälle die Dinge so arrangiert hat, wie sie eben sind.

Ich denke, das Göttliche, auch die Würde und Einmaligkeit des Menschen liegen als Abbild Gottes tief verankert in uns Menschen -und dies zeigt auch den Unterschied zu anderen, niederen und „rein zweckmäßigen“ Kreaturen auf. Das Erleben und die würdevolle Erhabenheit des Menschseins erspüren wir ganz selten, quasi durch die göttlichen Stunden, die dieses Einmalige ein klein wenig erfühlbar macht. Wir „erfühlen es relativ deutlich, wenn unsere Seele sich würdevoll ein wenig erhebt in das Unfassbare und Einmalige. Auslöser hierfür ist z.B. die Musik, ein Blick in die Natur oder auch die tiefe Liebe zu einem Menschen.
Selbst die Höhlenbewohner haben diese „religiösen und würdevollen“ Momente erlebt. Nicht nur die Höhlenzeichnungen sind ein Indiz für diese Sehnsüchte und dieses Erleben von Würde und Glauben an eine überirdische Existenz.

Das sich selbst überlassen sein, die Selbstbestimmung, ist ein Stück Freiheit, welche Gott uns gewährt. Ohne diese Selbstbestimmung wären wir keine freien Menschen, sondern gleich einer leblosen Materie. Gott kann keinen Menschen erschaffen und ihn dann in allen, auch kleinsten Facetten lenken und über ihn grenzenlos bestimmen, denn dann wäre es nicht ein Mensch, sondern wir wären Gott selbst, in körperlicher Form.
Religion ist auch Philosophie (verzeih, wem sage ich das).
Ein Buch, ein Verhaltenskodex (wie z.B. die Bibel) machen uns das Leben einfacher und sie ist als maßgebendes Konstrukt von Menschen geschrieben worden, um dem Menschen als ultimativer Maßstab zu dienen, sozusagen die Fibel, die Gott seinen Kindern mitgegeben hat für ihre Reise durch Raum und Zeit.
Ursprung dieser Niederschriften ist also der göttliche Gedanke.

Ergo: Ich glaube nicht an das Nichts. Ich glaube nicht an solche ungeheuer komplexen Zufälle, aus dem Raum, Zeit, Materie, Tiere, Menschen, Sterne, Planten, das Universum –und eben alles was darinnen ist- entstanden sein soll.

Keine Wirkung ohne Ursache…

Ich glaube daran, dass alles einem großen Plan unterliegt, den zu erfassen wir nicht imstande sind; glaube, dass alles einen Sinn hat, ja sogar auch die Naturkatastrohven, Mord und Totschlag und alles was uns wiederfährt, warum auch immer…(da könnte ich wieder nur vermuten…?
Ich bin sogar der Meinung, dass jeder in absoluter Gerechtigkeit seine Rechnungen bezahlen muss bzw. seinen verdienten Lohn erhält…, früher oder später.


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IsabelRose
Ungelesener BeitragVerfasst: Mo 25. Apr 2011, 16:44 
Guter Beitrag, danke.


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SchVVarzer Peter
Ungelesener BeitragVerfasst: Mo 25. Apr 2011, 21:39 
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Wohnort: Mainz/Laubenheim
Sehr, sehr gute Beiträge! Bin heute ein wenig müde, aber morgen werde ich ganz bestimmt in das Thema einsteigen.

_________________
Wenn alle Leute nur dann redeten, wenn sie etwas zu sagen haben, würden die Menschen sehr bald den Gebrauch der Sprache verlieren.
William Somerset Maugham


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Thanathos
Ungelesener BeitragVerfasst: Mo 25. Apr 2011, 23:44 
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@ korrektus
Ich respektiere deinen Glauben ...
Und mit den folgenden Zeilen möchte ich dich nicht kritisieren sondern meinen Standpunkt erläutern ...

„Ja, ich glaube an einen Sinn unserer Existenz und schließe die Möglichkeit aus, dass wir nur ein zufällig entstandenes Konglomerat aus verschiedenen Stoffen sind, welches durch extrem günstige Konstellationen entstanden ist.“
Wie kannst du die ausschließen ... und vor allem warum ... ?
Nur weil dir diese Möglichkeit nicht gefällt ...
Nur weil eine Variante einen mehr zusagt, macht sie das nicht richtiger ...
Fakt ist Entstehung von Leben ist auch ohne einen Gott möglich ...
Fakt ist auch, dass in einen Universum, mit unendlich großem Volumen und relativ homogen verteilter Masse (so wie es das Model des Universums, welches nach den heutigen Wissenstand am wahrscheinlichsten ist, beschreibt) unendlich oft zu der Bildung von Lebewesen kommt ...
Fakt ist das jedes Lebewesen was weit genug denken kann ... sich einmal die Frage stellen wird ... „warum bin ich hier“ und keinen die (meiner Meinung nach) richtige Antwort gefallen wird ... also wird auf einen oder mehrer Götter zurückgegriffen ...

„Warum z.B. erfolgte der Urknall just zu der Zeit, an dem er erfolgt ist?“
Das ist eine Frage auf dir wir noch keine Antwort haben ... aber nur weil es noch ungelöste Grundfragen gibt, heißt es nicht, dass das Vorhandensein eines Gottes, dadurch wahrscheinlicher wird ...

„Warum überhaupt?“
Auch das wissen wir noch nicht ... aber es gibt dafür gute Ansetze ... wie zB die Theorie, der Abknospung vom hypothetischen Muliversum ...

„War der Urknall überhaupt der Anfang von allem?“
Nicht unbedingt ... aber sicher von unseren Universum, mit der dort herrschenden Raumzeit und den geltenden Naturgesetzen ...

„Was war vorher, vielleicht das absolute Nichts? Wenn ja, warum entstand Leben aus dem Nichts.“
Das ist noch nicht geklärt ... aber wie gesagt vl. möglich das alles von einen Mulitversum ausgeht ...

Dazu muss ich noch sagen das jede dieser Fragen, wie „Woher kommt das?“ und „Was war die Ursache, dieser Ursache?“, auch zu Gott stellen lässt ... Man beantwortet die Fragen nicht mit Gott ... man verschiebt sie nur ... wenn das Universum nicht aus sich selbst entstehen kann ... warum dann dieser Gott ... ? (usw.)

„Warum gab es plötzlich (Urknall) eine Wirkung ohne Ursache?“
Wie gesagt, das weiß man noch nicht ... aber viele Kosmologen halten ein Muliversum für gut möglich ... von aus unser Universum entstand ... so vie unzählige, vl. unendlich viele verschiedene andere auch ...
Gegenfrage: Gott ein Wesen ohne Ursache ... ? Mal ganz blöd gefragt ... Warum darf Gott ohne Ursache sein, aber das Universum nicht ... ? (Obwohl es für die Ursache vom Universum wenigstens Ansetze gibt ... )

„Gleichwohl,

selbst bevor die Bibel und andere fundamentale Schriften geschrieben wurden, waren sich die Mensch ihrer höheren Stellung und auch ihrer Einmaligkeit bewusst. Immer schon suchten wir, über allen anderen Lebewesen stehenden Schöpfungskreaturen, nach dem Sinn unserer Existenz. Die Menschen vermuteten eigentlich schon seit ihrem Erscheinen auf diesem Planeten, dass dieses unglaubliche Konstrukt aller Abläufe einen Sinn habe muss. Sie erkannten, dass das ‚Warum’ die wesentlichste Frage ist und nicht das ‚Wie’ der Abläufe, die berechenbar und erklärbar sind oder zukünftig sein werden. Allerdings interpretierten sie manche Abläufe einfach falsch oder interpretierten diese Phänomene als untrügliche Zeichen des Schöpfers.“
Das wird wohl bei jeden weit denkenden Leben der fall sein ... jeder fragt sich mal nach den „warum“ ... gleich ob es eine „warum“, also einen Sinn gibt oder nicht ... Nur weil man sich irgendwann zwangsläufig die Sinnfrage stellt muss es noch lange keinen Sinn geben ... das macht es nicht wahrscheinlicher oder unwahrscheinlicher, dass es einen Sinn gibt ...
(schau dazu noch mal meine Antwort zu
http://www.cosmiq.de/qa/show/3037282/We ... ?#a8199878 an)

„Wir müssen und mussten in unserer Beschränktheit erkennen, meist nur intuitiv, dass der Mensch in seiner winzigen Welt das ‚Warum’ des erhabenen Menschseins und von allem Geschehen wohl nie ergründen kann.“
Ja aber es bleibt gut Möglich, dass es keinen Sinn gibt ... nur weil uns das nicht passen würde ... ist das nicht anders ... es gibt ja keinen Ansatz auf einen Sinn ... in der Wissenschaft wird nicht einfach von etwas (zB einen Sinn) ausgegangen und dann nach Beweisen dafür gesucht ... man sieht sich die Welt an ... untersucht sie ... und schaut was man daraus wissen kann ... ein Sinn ... auf so was gibt es bis jetzt keine Anzeichen .(bis auf Wunschdenken) ...

„Also bleibt der Glaube an etwas, dass dem Ganzen einen Sinn gibt. Um dieser „Macht“ einen Namen zu geben, erfand man beispielsweise den Namen ‚Gott’, es hätte auch ein anderer Name sein können –und es gibt auch andere Namen für diesen „Unfassbaren“.“
Ja, genau darauf will ich hinaus ... die Menschen sehnten sich derart nach einen Sinn ... das sie zwangsweise irgendwann ein übergeordnetes Wesen, welches so einen Sinn kennt, erschaffen mussten ... Und auch das mit den „Unfassbaren“ ist ein gutes Beispiel ... denn bald wurden auch alle, wegen Unwissenheit nicht erklärbaren Dinge, diesen Wesen zugeschrieben ...

„Es gab und gibt immer noch gibt kein Motiv, welches sich den Menschen erschließt und unsere Existenz begründet, qausi eine unumstößliche, logische Offenbarung.“
Das bringt doch den Schluss nahe das eis keinen philosophischen Sinn zu geben scheint ...

„Es gibt und gab aber sehr wohl die radikale und konsequente Überlegung, dass ohne Gott und Motiv nur das absolute Nichts wäre oder die unglaublichsten Zufälle die Dinge so arrangiert hat, wie sie eben sind.“
Bei einen unendlich großen Universum ... tauchen zwangläufig solche Zufälle irgendwann auf ... dafür brauch es mal sicher keinen Gott ...

„Ich denke, das Göttliche, auch die Würde und Einmaligkeit des Menschen liegen als Abbild Gottes tief verankert in uns Menschen -und dies zeigt auch den Unterschied zu anderen, niederen und „rein zweckmäßigen“ Kreaturen auf.“
Für solche Entwicklungen und Unterschiede brauch es aber wirklich keinen Gott ... das ist „simple“ Evolution eines komplexen Lebewesen ... ... ...

„Wir „erfühlen es relativ deutlich, wenn unsere Seele sich würdevoll ein wenig erhebt in das Unfassbare und Einmalige.“
Um Emotionen und Gefühle zu spüren brauch es aber wirklich keine Seele ... da sollte wir uns vl. einig werden können ... denn die Abläufe, wie Emotionen im groben entstehen, sind relativ gut bekannt ...

„Selbst die Höhlenbewohner haben diese „religiösen und würdevollen“ Momente erlebt. Nicht nur die Höhlenzeichnungen sind ein Indiz für diese Sehnsüchte und dieses Erleben von Würde und Glauben an eine überirdische Existenz“
Ich (oder andere Atheisten) bestreite ja nicht, dass Menschen Sehnsüchte haben ... ???

„Das sich selbst überlassen sein, die Selbstbestimmung, ist ein Stück Freiheit, welche Gott uns gewährt.“
Gott ist aber (in unseren Religionen) absolut allmächtig, was auch eine absolute Allwissenheit einschließt ... er müsste also genau die Zukunft kennen, er muss genau wissen ... wenn ich die Menschen so entstehen lasse ... dann wird 200.000 Jahre später genau das geschehen ... Wenn er das nicht wüsste wäre er nicht allmächtig ...

„Gott kann keinen Menschen erschaffen und ihn dann in allen, auch kleinsten Facetten lenken und über ihn grenzenlos bestimmen, denn dann wäre es nicht ein Mensch, sondern wir wären Gott selbst, in körperlicher Form.“
Genau da steckt ja ein weiteres Paradoxon im Gottesglauben ... als Gott vorhatte die Menschen zu erschaffen hätte er genau wissen müssen was geschehen wird ... und ich meine alles was dann geschehen wird ... jede Kleinigkeit ... sonst wäre er nicht allmächtig und nicht allwissend ...

„Ein Buch, ein Verhaltenskodex (wie z.B. die Bibel) machen uns das Leben einfacher und sie ist als maßgebendes Konstrukt von Menschen geschrieben worden, um dem Menschen als ultimativer Maßstab zu dienen, sozusagen die Fibel, die Gott seinen Kindern mitgegeben hat für ihre Reise durch Raum und Zeit.“
Du widersprichst dir ... die Bibel ist von Menschen geschrieben (und die Geschichten sind oft abgeändert worden) ... und nicht von Gott den Menschen gegeben (egal wie man das dreht und wendet) und obendrein widerspricht sich die Bibel an sehr vielen stellen selbst ...

„Ursprung dieser Niederschriften ist also der göttliche Gedanke.“
Welcher Mensch kann den entscheiden was Gottesgedanke ist ... und warum widerspricht er sich in diesen Buch so oft ... und warum ändert sich sein Charakter vom alten ins neue Testament um gut 180° ... ???

„Ergo: Ich glaube nicht an das Nichts. Ich glaube nicht an solche ungeheuer komplexen Zufälle, aus dem Raum, Zeit, Materie, Tiere, Menschen, Sterne, Planten, das Universum –und eben alles was darinnen ist- entstanden sein soll.“
Bei Unendlich Universen, die teils Unendlich groß sind ... gibt es zwangläufig solche „Zufälle“ ... da brauch es nicht viel Glauben ... und auch keinen Gott ...
Du sagst „Ich glaube nicht an das Nichts.“ Wie ist dann dieser, noch viel komplexere „Gott“ entstanden ... ???

„Keine Wirkung ohne Ursache…“
Mögliche Ursachen für das Universum hab ich genannt ...
kannst du das auch für deinen Gott ... ???

„Ich glaube daran, dass alles einem großen Plan unterliegt, den zu erfassen wir nicht imstande sind;“
Weil das einfach ein schöner Gedanke ist ... der Gedanke gefällt mir auch ... aber ich sehe dafür keinen Hinweis ...

„glaube, dass alles einen Sinn hat, ja sogar auch die Naturkatastrohven, Mord und Totschlag und alles was uns wiederfährt, warum auch immer…(da könnte ich wieder nur vermuten…?“
Sinn eines leukämiekranken Kindes ... ??? Wenn Gott allmächtig ist ... warum kann er denn, dass wofür das gut ist, nicht anders erreichen also zB so ... ???

„Ich bin sogar der Meinung, dass jeder in absoluter Gerechtigkeit seine Rechnungen bezahlen muss bzw. seinen verdienten Lohn erhält…, früher oder später.“
Ja eine Gerechte Welt ... Das wäre doch schön wenn es so wäre ... und weil es schön wäre glauben wir das einfach mal ...

Sorry, aber sag das mit der „seine Rechnung bezahlen“ mal den vielen tausend Kleinkindern die jetzt gerade beim Verdursten sind ... ... ...


Das war meine Meinung dazu ... ... ...
(Bitte, ich respektiere deine Meinung, auch wenn ich sie für mehr als absolut falsch halte ... aber es steht jeden frei zu glauben was er/sie will)


LG Thanathos


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korrektus
Ungelesener BeitragVerfasst: Di 26. Apr 2011, 10:22 
Peter,
du Schlingel du...

Ich habe sehr gelacht darüber, ein herrlicher Spaß!


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korrektus
Ungelesener BeitragVerfasst: Di 26. Apr 2011, 10:24 
Geschätzter Thanathos,

auch du bist ein „Gläubiger“. Du glaubst an die Erklärbarkeit aller Abläufe und an den Zufall, der alles geschaffen hat. Du glaubst nicht an gelenkte Schicksale und nicht an Vorbestimmung. Die Wissenschaft und Logik ist quasi dein Gott. Dein Unverständnis für negative Ereignisse, wie Krankheiten und Naturkatastrophen, lässt bei dir nur den verstandesmäßigen Schluss zu, dass ein liebender Gott nur eine wohlgenehme Erfindung naiver Menschen sein kann. Du glaubst nicht an den tieferen Sinn der menschlichen Existenz und du glaubst, wir sind geboren, um zu leben. Du glaubst an Glück, Unglück und die Gunst oder Ungunst der Tage, Stunden und Sekunden. Du glaubst, dass alles darauf basiert, dass ausnahmslos alle Vorgänge den Naturgesetzen gehorchend passieren und keine Macht dies verändern oder verhindern kann. Du glaubst in allen Facetten eher an wissenschaftliche Theorien, selbst unbestätigte, als an eine göttliche Macht und stellst den Stand der Wissenschaft als momentan höchstes Gut über jegliche anderen Ansichten.

Deine Argumente decken sich mit den Argumenten anderer Ungläubiger und werden, übrigens auch bei COSMiQ, ständig gebetsmühlenhaft zelebriert.

Der Atheist erwartet Beweise, im Wissen, dass diese nicht erbracht werden können. Es ist aber auch zu einfach und verführerisch, fast schon gemein, nach wissenschaftlichen Beweisen zu fragen, wenn man selbst die Position dessen einnehmen kann, der mit Formeln, belegbaren Erkenntnissen, logischen und immer wieder durch Experimenten nachvollziehbaren Nachweisen meint, garniert mit Querverweisen und Links, punkten zu können. Man will damit missionieren und fühlt sich zur Aufklärung berufen, nach dem Motto: „Die Wahrheit wird euch frei machen“, anders kann ich mir diesen missionarischen Eifer nicht erkären.
Die Frage, warum diese Gesetze genau so und nicht anders festgelegt wurden, diese stellt sich beim Atheisten nicht; auch nicht, ob diese Naturgesetze absichtlich festgelegt wurden, geschweige denn, von wem.
Immerhin scheinst du einer von den toleranten Missionaren zu sein. Gleichwohl erspüre ich auch bei dir in dieser Diskussion einen gewissen aggressiven Unterton.
Ich meine zu bemerken, dass es dir dir Freude bereitet und Genugtuung verschafft, wenn du jeden Satz von mir zitierst, besser: sezierst, um ihn dann mit den üblichen Atheisten- Keulen zu kommentieren. Sei mir nicht böse, aber dein: „Ich respektiere deinen Glauben“ hat sowas gnädiges und pseudo-verständnisvolles an sich, das wir Gläubigen eigentlich gar nicht brauchen.

Ich will jetzt nicht alles von dir kommentieren, das würde hier auch zu weit führen. Ich pflücke mir jedoch eine Frage resp. ein Argument von dir heraus, das sehr schwierig zu „kontern“ ist. Der Fairness halber habe ich, so meine Meinung, mir sogar die schwierigste Frage ausgesucht!

Tja, warum lässt Gott es zu, dass Kinder an Leukämie sterben, Tsunamis tausende von Menschen umbringen…etc…?
Kann ein liebender, gerechter und gnädiger Gott das Zulassen? (Es gab sogar vor kurzem die blasphemische Frage bei CiQ, ob Gott, so es ihn geben würde, als Mörder bezeichnet werden darf)

Meine Vermutung bzw. Antwort resp. persönliche Meinung dazu:

Lässt der liebende und verantwortungsvolle Vater seinen Sohn nicht auch bewusst hinaus in die weite Welt gehen, mit all den drohenden Gefahren. Er beobachtet ihn aus der Entfernung, in aller Zuneigung, und er hofft auf das Beste und wünscht ihm in aller Reinheit und von Herzen, seinen Weg zu finden. Er entlässt ihn in Liebe in die Unwägbarkeiten. Zuvor aber hat er ihm Verhaltensregeln gelehrt bzw. mitgegeben (Naturgesetze), trotzdem will er ihn nicht gängeln. Er will, dass sein Sohn ein selbstbestimmtes Leben führt, seinen Weg selbst findet, denn er weiß, dass nur ein selbstbestimmtes Leben wahres Glück bescheren kann. Dazu gehören auch Niederlagen, Ängste Irrungen, schlimme Erlebnisse und Ungerechtigkeiten, Strafen.
Auch in der Unberechenbarkeit des Lebens und des Schicksals liegt ein Stück der Selbstbestimmung, das ist ihm völlig klar, oftmals aber nicht dem, der in Selbstbestimmung Leben darf. Er empfindet es nicht als ‚darf’, sondern als ‚muss’ und fühlt sich vielleicht sogar als ausgeliefert und alleine gelassen. Er kann es nicht verstehen und der tiefere Sinn entzieht sich seinem Horizont.

Wer weiß denn, ob das getötete Kind nicht sofort wiedergeboren wird und ob der Tod des Kindes nicht die Strafe für die Eltern/ Großeltern sein soll. Die Bibel spricht von den Strafen für Generationen.
Was hat in diesem Geschlecht jemand getan, dass das rechtfertigt? Diese Frage lässt sich nicht mit irdischen und menschlichen Maßstäben beantworten, da kein Mensch wirklich in die Abgründe einer Seele eines anderen Menschen blicken kann. Jesus hat selbst dem Mörder am Kreuz vergeben, was nach menschlichen Maßstäben und unserem derzeitigen Rechtsverständnis völlig unmöglich und unmoralisch ist. Aber auch das Rechtsverständnis verändert sich, genau so wie die Moral. Es verändert sich aber nur beim Menschen, nicht bei Gott, denn er ist unfehlbar und in diesen Unfehlbarkeiten als ultimativ und absolut endgültig zu betrachten. Um das anzuerkennen bedarf es des Glaubens, da der Verstand es nicht erklären kann.
Wir Menschen sind diesbezüglich in einem Entwicklungprozess, nur so kann ich mir die sich ständig verändernden moralischen Wertevorstellungen und das sich dauernd verändernde Rechtsverständnis erklären.

Außerdem, das Kind ist nicht gestorben, es ist nur nicht mehr unter uns…
Vielleicht ist es ja auch wieder geboren worden, wo anders, in einer anderen Familie, mit anderem Aussehen…

Der Gläubige glaubt nicht an einen endgültigen Tod, nicht an den Zufall des Entstehens von Zeit, Raum und allem was darinnen ist. Er glaubt an die Auferstehung, an die Gerechtigkeit…
Er glaubt an Ursache und Wirkung und daran, dass nichts verloren geht, sondern sich höchstens umwandelt, gleich so, wie auch Energie nicht verloren geht, sondern sich nur wandelt….

Er ist mMn realistischer im Denken als der Atheist, der sich aber genau dieses anmaßt. Zumindest weiß er ganz genau, dass auch andere eigentlich nichts wissen.

LG, Daniel


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