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Longhorn555
Ungelesener BeitragVerfasst: Di 13. Apr 2010, 18:17 
Ich bin durch und durch Anhänger der Evolutionstheorie und brauche keine imaginären Freunde, um die Welt zu verstehen, aber eins beschäftigt mich...
Wenn auf der Erde durch einen elektrochemischen Prozess Leben entstanden ist, kann der Mensch Leben noch einmal entstehen lassen? :idea:


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Matthias
Ungelesener BeitragVerfasst: Di 13. Apr 2010, 18:23 
Warum umständlich,
wenn es auch einfach geht? :roll:


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Longhorn555
Ungelesener BeitragVerfasst: Di 13. Apr 2010, 18:30 
Matthias, Matthias, weisst doch was ich meine :D


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TillEulenspiegel
Ungelesener BeitragVerfasst: Di 13. Apr 2010, 18:33 
Ein ganz spannendes Thema und ein großes Forschungsgebiet.
Kleine Zellen sind schon geschaffen worden.

http://www.dailynexus.com/article.php?a=8717

und zum Aussuchen:
http://www.google.com/webhp?hl=en#hl=en ... 68f2eec009


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Longhorn555
Ungelesener BeitragVerfasst: Di 13. Apr 2010, 19:08 
Naja aber in eine künstliche Lipid-Doppelschicht Flüssigkeit aus Bakterien zu Spritzen, würde ich jetzt nicht wirklich als Leben erschaffen bezeichnen...


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chillipepper
Ungelesener BeitragVerfasst: Di 13. Apr 2010, 19:09 
Longhorn555 hat geschrieben:
Ich bin durch und durch Anhänger der Evolutionstheorie und brauche keine imaginären Freunde, um die Welt zu verstehen, aber eins beschäftigt mich...
Wenn auf der Erde durch einen elektrochemischen Prozess Leben entstanden ist, kann der Mensch Leben noch einmal entstehen lassen? :idea:



Können wir das Leben erschaffen?
viewtopic.php?f=65&t=406

Direkt zur Frage. Ich glaube nicht, dass wir das Leben erschaffen können, das konnten wir noch nie. Wer als Mann ein Kind zeugt macht Gebrauch von einem wunderbaren biologisch-medizinischen Prozess, aber er schafft selbstverständlich kein Leben, wie auch die Mutter die einen Fötus (neuerdings sagen sie wieder Fetus, dem lateinischen fetus entsprechend) bzw. ein Kind austrägt, kein Leben selbst eigenständig schaffen könnte.

Aber auch die beiden "Produzenten", Mann und Frau erschaffen zusammen kein Leben, sie geben erstens nur die körperlich-biologischen Werkzeuge dazu und sind zweitens nur Werkzeuge eines höheren Vorganges, das muss man immer dazu sagen.

Der Vorgang der Menschwerdung findet nach dem Zeugungsakt weitestgehend ohne unser Zutun statt, freilich muss sich die Mutter ernähren, wodurch sie aber praktisch "automatisch" den Fötus nährt, sie muss nichts dazu tun, das Leben entsteht ganz von selbst. Viel weitergehender ist dann die Frage, in welchem Moment das eigentliche Leben entsteht, es liegt nicht in Menschenhand.

Das ist eine große Frage - wir Menschen können es nicht, auch wenn es um das Klonen geht. Wir arbeiten und doktern doch nur an der Natur herum, das Geheimnis des Lebens selbst liegt erschaffend nicht in unserer Hand.

Das ist vielleicht nicht das erste, aber ganz bestimmt nicht das letzte wirkliche und wahre Mysterium.

Ein schönes Thema und eine gute Frage! :clap: :thumbup:

LG Benni^^ :D


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Longhorn555
Ungelesener BeitragVerfasst: Di 13. Apr 2010, 19:16 
Hallo Benni, ich meinte nicht den Menschen und das ganze Themengebiet der Anthropologie, sondern Leben in der Form, wie es auf der Erde ENTSTANDEN ist, oder in einer anderen Form, die genauso eine Urform darstellen würde.


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Matthias
Ungelesener BeitragVerfasst: Di 13. Apr 2010, 20:00 
@Chillipepper

Da ich in meinem Leben einige Tage mit einem Menschen verbringen durfte, der auf die Frage nach seiner beruflichen Tätigkeit, "Menschen erschaffen" angab, gebe ich dir im Grundsatz recht, daß das Leben an sich etwas sehr Nebulöses und für uns Unverständliches ist, dennoch ist auch viel "Handwerk" dabei, um alles in die gewünschte Bahn zu leiten.

Der Mensch führt künstliche Befruchtungen durch, er züchtet Schweine, Hühner, Forellen, Lachs, pflanzt Bäume, züchtet Tomaten die länger halten etc. und baut Autos.

Natürlich schraubt er nur die Einzelteile beim Auto zusammen, trotzdem entsteht etwas Neues, ein Auto. Wann das Auto nun eine Auto ist, darüber darf und kann natürlich philosophiert werden.

@Longhorn555

Theoretisch gesehen ist es ganz einfach.
Du mußt nur alle Schritte rückabwickeln, dann kommst du zur Ursuppe und kennst das Rezept.

Stelle dir vor, du surfst im Internet ohne Google 30 Jahre und landest irgendwo und möchtest wieder zurück, ohne die einzelnen Schritte protokolliert zu haben. In der Theorie kannst du den Weg zurück wieder finden. In der Praxis nicht.

Die heutige Situation ist das Ergebnis von logischen Abläufen und Zufallsentscheidungen.

Hättest du im Labor die gleichen Bedingungen und Zutaten, wie bei der Entstehung der Ursuppe, dann wäre dieser Zustand auch nur Sekunden oder Minuten stabil. Kurz danach würde etwas ganz anderes als unser Leben entstehen.


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TillEulenspiegel
Ungelesener BeitragVerfasst: Fr 21. Mai 2010, 15:08 
Na denn. Es geht los.

[quote][Craig Venter, ein Genforscher aus den USA, hat den ersten künstlichen Organismus geschaffen - ein Bakterium mit synthetischem Erbgut. Welchen Nutzen die Forschung daraus ziehen könnte, erklärt der Wissenschaftsjournalist Michael Lange./quote]

http://www.dradio.de/dlf/sendungen/inte ... f/1188033/


Gen-Forscher erschafft lebenden Kunstorganismus

Einem Team um Genforscher Craig Venter ist es erstmals gelungen, ein Bakterium mit künstlichem Erbgut zu schaffen. Laut Venter ist damit eine große Hürde auf dem Weg zur Entwicklung maßgeschneiderter Bakterien überwunden: Die Winzlinge sollen künftig Kraftstoffe herstellen oder Schadstoffe beseitigen.

http://www.welt.de/wissenschaft/article ... ismus.html


http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE6496 ... ntent.html


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chillipepper
Ungelesener BeitragVerfasst: Fr 21. Mai 2010, 16:44 
Longhorn555 hat geschrieben:
Hallo Benni, ich meinte nicht den Menschen und das ganze Themengebiet der Anthropologie, sondern Leben in der Form, wie es auf der Erde ENTSTANDEN ist, oder in einer anderen Form, die genauso eine Urform darstellen würde.


Die Frage, wie auf diese Weise "Leben" entsteht ist sehr interessant. Ich erinnere mich an meine Schulzeit im Gymnasium. Wir hatten an der nördöstlichen Seite der Schule einen fest angebauten Brunnen. Das Wasser dort war zunächst sehr klar, weil es der Hausmeister immer wieder erneuerte, es wurde aber durch Äste, Laub und Erde mit der Zeit immer trüber. Ich war vielleicht zwei Jahre im Gymnasium, als der damalige Hausmeister, der regelmäßig den Brunnen reinigte und flutete, verstarb. Der neue Hausmeister kümmerte sich nicht um den Brunnen, mit der Begründung, der Abfluss sei rettungslos verstopft und die Schule habe kein Geld für solche Scherze. Mit der Zeit entstand über die Jahre "Leben" im Brunnen. Als ich in der Abitursklasse war, schaute ich mir den Brunnen genauer an und fand in der recht trüben "Suppe" kleine Lebewesen, die ich als Kaulquappen bezeichnete. Das sind nachembryonale Entwicklungsstadien, sozusagen Larven von Froschlurchen. Die gab es in dem Brunnen aber sonst drumherum nirgendwo. Ich habe damals wirklich gerätselt (auch noch nachdem ich schon Abiturient war), wie aus dem Brunnen ein Tümpel werden könnte, der zuletzt dann sogar richtige Fischlein beherbergte. Mag sein, dass da ein Schüler seine Zierfische hineinschüttete, aber es ist eher unwahrscheinlich. Schließlich pinkelten Schüler hinein und irgendwann stank es erbärmlich, zuletzt versiegte das Wasser und eine stinkende Ecke verblieb, sie überwuchs mit Erde und viele Jahre nachdem ich an diesem Ort als Abiturient die Schule verlassen hatte, wuchsen aus dem kaum erkennbaren Brunnen Büsche und am Boden krabbelten Ameisen und Spinnen, die Geschichte des kleinen Brunnens war recht abenteuerlich in meinen Augen.

Aber wir wissen, dass alles nur Verlagerung von Leben war und ist - die Kernfrage, ob wir heute (und oder morgen) Lebenden das Leben künstlich neu erschaffen können, bleibt spannend. Ich weiß nur so viel: Die Natur hat das Leben von sich aus entwickelt, falls nicht göttliche oder sonstige höhere Kräfte im Spiel waren - und allem Anschein nach waren solche Kräfte im Spiel, auch wenn das in der aufgeklärten Denkweise reiner Evolutionstheoretiker einen eher untergeordneten und fast verkümmerten Platz einnimmt, ein Denken, welches sich nicht selbst zum Maß der Dinge erhebt.

Leben aus dem Lebendigen heraus zu erschaffen, so lange wir selbst Leben in uns tragen, muss immer etwas anderes sein, als dort Leben zu erschaffen, wo es zuvor "wüst und leer" war, oder weniger biblisch: "dort, wo kein Leben existierte."

LG Dein Benni^^ :)


Zuletzt geändert von chillipepper am Fr 21. Mai 2010, 17:05, insgesamt 1-mal geändert.

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chillipepper
Ungelesener BeitragVerfasst: Fr 21. Mai 2010, 17:01 
Matthias hat geschrieben:
@Chillipepper

Da ich in meinem Leben einige Tage mit einem Menschen verbringen durfte, der auf die Frage nach seiner beruflichen Tätigkeit, "Menschen erschaffen" angab, gebe ich dir im Grundsatz recht, daß das Leben an sich etwas sehr Nebulöses und für uns Unverständliches ist, dennoch ist auch viel "Handwerk" dabei, um alles in die gewünschte Bahn zu leiten.

Der Mensch führt künstliche Befruchtungen durch, er züchtet Schweine, Hühner, Forellen, Lachs, pflanzt Bäume, züchtet Tomaten die länger halten etc. und baut Autos.

Natürlich schraubt er nur die Einzelteile beim Auto zusammen, trotzdem entsteht etwas Neues, ein Auto. Wann das Auto nun eine Auto ist, darüber darf und kann natürlich philosophiert werden.



Interessant, weil das Auto eben auch kein Perpetua mobilia bzw. kein Perpetuum mobile sein kann, da es Kraftstoff oder Energiezufuhr benötigt. Ergo ist es kein "mechanisches Lebewesen", wobei selbst der erste denkbare wirklich funktionierende Prototyp eines wirklichen Perpetuum mobile niemals ein Lebewesen, sondern nur eine Maschine wäre. Man spricht von der physikalischen Unmöglichkeit des Perpetuum mobiles, unterscheidet aber gleichzeitig noch "Schein-Perpetuum mobile" von sogenannten "Beispielen für diverse vermeintliche Perpetua mobilia", als da beispielsweise wären: die "Lichtmühle", die "Atmosphärische Uhr" und das "Zamboni-Pendel".

LG Dein Benni^^


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