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gast
Ungelesener BeitragVerfasst: So 11. Apr 2010, 02:18 
Ein improvisiertes Stück, wenn es denn sein soll.

Zudem würde ich die Frage mit ja beantworten, denn in groben Zügen kennen wir bereits Stationen in unseren Leben, wissen das es Hoch- und Tiefpunkte gibt und das wir als Individuum als "Aufrechterhalter" der Protagonist in unseren eigenen Stück sind.

Jedoch ist wiederum anzumerken, dass wir auch eine gewisse Improvisationsrolle hinnehmen müssen oder gar eine partielle Rolle als Zuschauer unseres eigenen Stückes, was ja auch nicht in der Realität an der modernen Multifunktionalität der Schauspieler scheitern muss. Diese Rollenverteilung stellt sich auch unterschiedlich dar. Wie im Schauspiel haben wir die Möglichkeit das Drehbuch (Leben) von divergenten Perspektiven zu betrachten.

Als Schauspieler oder Protagonist selbst sind wir natürlich mittendrin und in der Rolle als "Entscheider" sehr aktiv. Fast melodramatisch müssen wir immer eine Entscheidung treffen und hinnehmen, dass sich Fenster schließen, aber auch neue öffnen.
In dieser Rolle haben wir die Aufgabe uns ein Grundgerüst für unser eigenes Wohl zu schaffen, um uns in diversen Lagen zufrieden zu fühlen. Ständig werden wir beeinflusst und als Hauptdarsteller entscheiden wir wie stark, wann, durch was,.. Dabei werden wir in eine gewisse "Verantwortungs- und Idolposition" gegenüber unseren Nebendarstellern gedrängt.

Als Zuschauer erfüllen wir den Part des Schweigens und Zürückhaltens, aber auch den des Genießens. Einerseits müssen wir getroffene Regieanweisungen (Entscheidungen) hinnehmen und der Umsetzung ein offenes Ohr schenken, aber auch den Folgen. Andererseits sind wir dazu verpflichtet das Stück zu beleben mit Zurufen und Applaudierungen (Belohnungen im Leben). In der Rolle des Zuschauers werden die Nebendarsteller (Mitmenschen) in den Vordergrund gerückt und wir betrachten, welchen Einfluss sie letztendlich auf das Stück haben (auf unser Leben haben werden). Ohne diese Nebendarsteller und die verschiedenen Persönlichkeiten würde das Stück fad entfallen und wir könnten selbst nur gähnen. Deshalb sorgen sie auch für einen wichtigen Grundstein im Stück, indem sie es beleben und dem Stück Farbe verleihen.

Übrigens können wir selbst uns auch in Haupt- und Nebendarsteller aufspalten. Das muss nicht sein, weil wir unbedingt psychisch krank sind, nein wir führen einen Monolog (wichtige Entscheidung, "Qual der Wahl"), der ins Tragische oder ins Gute münden kann. Wir selbst als Nebendarsteller repräsentieren unsere inegalen Ich's, die für unsere Dissensen mit uns selbst stehen (auch ein Thema für den Schulz von Thun). Aber das sind nur die imaginären Nebendarsteller. Die anderen beeinflussen uns durch ihre Unberechenbarkeit in ihren Persönlichkeiten viel mehr.

Weiterhin sind wir selbst auch der Drehbuchautor und Regisseur. Durch unsere Regieanweisungen können wir Mitmenschen und das Stück verändern. Wir können bewusst Wörter in den Raum werfen, Handlungen befehlen, die selbst die Nebendarsteller stark beeinflussen wird. Doch muss an stets auf der Hut sein und die große Verantwortung nicht ausnutzen, denn durch falsche oder schlechte Befehle kann das Stück zu einer Katastrophe resultieren. Mit Bedacht und Geschick erteilt man jedoch rechte Anweisungen, um das Stück jederzeit nicht monoton erscheinen zu lassen und dem Stück auch trotz des gleichen Endes jederzeit genügend (hoffentlich positive) Höhepunkte zu bescheren.

Es gibt noch viel mehr Bühnenrollen, die wir übernehmen können. Jede erhält seine Funktion im Stück und sorgt für einen wichtigen Beitrag zum Gefallen bei. Die Rollen werden natürlich noch in unterschiedliche Verpackungen und Hintergründe gesteckt, jedoch erhalten sie immer allgemein die von mir beschriebenen Funktionen. Natürlich ist es klar, dass die Rollen alle auch divers ausbalanciert sein können und dadurch auch für den Einzelnen Imparitäten gegenüber den Anderen aufzeigen. Aber doch gibt es diese Rollen in jedem von uns und dieses Stück wird immer gespielt werden, eine Verschnaufpause gibt es nicht, da wir selbst auch schärfster Kritiker sind.
The show must go on!


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chillipepper
Ungelesener BeitragVerfasst: So 11. Apr 2010, 07:04 
Kurzer Hinweis: Notwendigkeit hat nichts mit Absicht oder Absichtlichkeit zu tun, der zweite Teil der Überschrift stimmt daher nicht. LG^^


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sassa
Ungelesener BeitragVerfasst: So 11. Apr 2010, 07:47 
Offline
****

Registriert: Mo 22. Mär 2010, 16:30
Beiträge: 96
Da muss ich chilli recht geben, eine Absicht führt nicht notwendigerweise zur unbeabsichtigten Maske.

Aber egal.
Das Leben mit einem Bühnenstück, einem Schauspiel, einer Tragödie, einer Komödie ........ usw.........zu vergleichen, ist eine fantastische Idee.
Man muss sich nur bewusst sein, dass das Leben keine Generalprobe kennt.

Im Grunde sind wir immer Hauptdarsteller in unserem eigenen Leben.
Manchmal setzen wir uns ins Publikum, um uns selbst zu beobachten.
Wenn wir in die Rolle des Nebendarstellers schlüpfen, nenne ich das die Beeinflussung unserer Umwelt.
Das Drehbuch ist sehr flexibel und wird fast täglich neu geschrieben.

Wer Regie führt, bestimmen wir selbst.
Wir lassen führen oder wir führen selbst - worauf wir letztlich hinzielen.


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Matthias
Ungelesener BeitragVerfasst: So 11. Apr 2010, 14:42 
Mit Schrecken erinnere ich mich an meine erste Nebenrolle im Schülertheater, als die bedeutenden und tragenden Worte
"Oh Schreck oh Graus"
über meine Lippen kommen sollten.
Es gibt wirklich miserable Drehbuchautoren. :lolno:

Deswegen gilt:
Am Besten keine Maske aufsetzen.


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TillEulenspiegel
Ungelesener BeitragVerfasst: So 11. Apr 2010, 14:50 
sassa hat geschrieben:
Da muss ich chilli recht geben, eine Absicht führt nicht notwendigerweise zur unbeabsichtigten Maske.

Aber egal.
Das Leben mit einem Bühnenstück, einem Schauspiel, einer Tragödie, einer Komödie ........ usw.........zu vergleichen, ist eine fantastische Idee.
Man muss sich nur bewusst sein, dass das Leben keine Generalprobe kennt.

Im Grunde sind wir immer Hauptdarsteller in unserem eigenen Leben.
Manchmal setzen wir uns ins Publikum, um uns selbst zu beobachten.
Wenn wir in die Rolle des Nebendarstellers schlüpfen, nenne ich das die Beeinflussung unserer Umwelt.
Das Drehbuch ist sehr flexibel und wird fast täglich neu geschrieben.

Wer Regie führt, bestimmen wir selbst.
Wir lassen führen oder wir führen selbst - worauf wir letztlich hinzielen.



MacBeth:
... life's is just a walking shadow , a poor player
that struts and frets his hour upon the stage
and then is heard no more. It is a tale......


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sassa
Ungelesener BeitragVerfasst: So 18. Apr 2010, 19:04 
Offline
****

Registriert: Mo 22. Mär 2010, 16:30
Beiträge: 96
Hallo TE,
auch ein tale wird zum ferrytale mit der falschen, die vielleicht die richtige Maske ist.


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