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munkus
 Betreff des Beitrags: FX- gegen DX-Format
Ungelesener BeitragVerfasst: Di 15. Nov 2011, 22:20 
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Registriert: Mi 17. Nov 2010, 00:20
Beiträge: 5
Hallo Fotofreunde,

dann eröffne ich einmal dieses Forum mit einer "Glaubensfrage":

Ist das FX-Format dem DX-Format "wirklich" überlegen?

Ausgangslage: Gutes bis sehr gutes Fotolicht - Papierabzüge in Postkartengrösse

Wenn ich von einem Standpunkt aus ein bestimmtes gut ausgeleuchtetes Motiv fotografiere, dann habe ich (z.B.)
- eine Nikon D700 (Vollformat, 12 MP) und ein Objektiv auf Brennweite 120 mm eingestellt oder
- eine Nikon D5100 (DX-Format, 16 MP) und ein Objektiv auf Brennweite 80 mm eingestellt
und erreiche somit den gleichen Bildausschnitt.

Behauptung: Die D5100 hat die höhere Auflösung und bietet dadurch eine etwas detaillierte / nuancenreichere Bildqualität.
Das bei schlechteren Lichtverhältnissen bessere Rauschverhalten einer D700 gegenüber einer DX-DSLR kommt so evtl. nicht wirklich zum Tragen.

Frage: Stimmt das oder stimmt das nicht? Wenn's nicht stimmt: Warum nicht?

Liebe Grüsse ans Fotovolk

Munkus


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SchVVarzer Peter
 Betreff des Beitrags: Re: FX- gegen DX-Format
Ungelesener BeitragVerfasst: So 20. Nov 2011, 18:25 
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Hallo Munkus,

„höhere Auflösung ≈ besserer Bildqualität“, eine Annahme die zur jahrelangen Pixelrally führte, dem Nutzer aber nicht immer bei hoher Auflösung das bessere Resultat brachte. Gerade bei Nikon hat man diesbezüglich frühzeitig die Handbremse gezogen und die Highend-Produkte nicht in dieses „Auflösungsaufrüsten“ geschickt.

Mehr als 12 Megapixel sind im Grunde genommen nur Zahlen fürs Marketing, die dem Kunden/Anwender einen Mehrwert vorgaukeln sollen, der so nicht existiert.

Grund für die schlechtere Bildqualität ist der Bildsensor, der bei einer DX-Format Kamera (23,x x 15,x) nun mal deutlich kleiner ist als bei einer FX-Format-Format (24 × 36 mm) mit dem Bildformat des Kleinbildfilms.

Bei zwölf und mehr Megapixeln drängen sich die einzelnen Bildpunkte förmlich auf dem Sensor, mit der Folge störenden Bildrauschens, insbesondere bei zu geringer Ausleuchtung, leichtem Dämmerlicht, eben allgemein schlechter Lichtverhältnisse.

Fazit: Je größer der Chip einer Spiegelreflexkameras, bei angemessener und nicht aufgeblasener Pixelanzahl, desto besser die Ergebnisse, hauptsächlich bei mäßigem bis schwachem Licht.

Die Folge ist oft störendes Bildrauschen bereits bei leichtem Dämmerlicht".

Die von Dir angesprochene detaillierte und nuancenreichere Bildqualität ist für den normalen Anwender auch nur ein theoretischer Wert. Nur wenn Du Deine Bilder später auf Größen jenseits von A0 oder Leinwandgröße printen möchtest, kann eine Kamera mit hoher Auflösung von Nutzen sein. Aber bedenke bitte, bei einem Leinwandfoto wirst Du nicht mit der Nase an der Leinwand kleben, sondern, um das ganze Bild betrachten zu können, auf einen entsprechenden Abstand gehen und genau dann siehst Du die einzelnen Pixel einer 12-Megapixel-Kamera nicht mehr.

Im Grunde genommen ist die Frage, FX oder DX für den normalen Hobbyfotografen eher eine Glaubensfrage, hauptsächlich aber eine Frage des Portemonnaie. :roll:

Bei dem Objektiv-Bildfeld-Abdeckungsverhältnis (da sind FX-Sensor nur dann sinnvoll, wenn höchste Qualitätsansprüche bis an den Randbereich erfüllt werden sollen), der Messfeld-Abdeckung (sowohl FX als auch DX mit 51 Messfeldern) und der Brennweite (Cropfaktor 1,5) geht die Preis-Leistungsmedaille ganz klar an den DX-Sensor.

Mein Preisleistungskauftipp, ist, wenn auch schon ein etwas älteres Modell, nach wie vor die D90 (rund 600 Euro) von Nikon!

Spielen aber Empfindlichkeit und Rauchverhalten eine Rolle, möchte der ambitionierte Fotograf gerne im Grenzlichtbereich ohne Blitz arbeiten, führt kein Weg an einer Kamera mit FX-Sensor vorbei.
Hier ist mein Preisleistungskauftipp ganz klar die Nikon D700, die aber mit knapp 2.000 Euro ein richtiges Loch in die Tasche reißt.

Eine ähnliche Kostengegenüberstellung ergibt sich bei den Objektiven, FX-Objektive sind ungleich teurer als DX-Objektive.

Für rund 1.000 Euro kann der Hobbyfotograf mit semiprofessionellen Ambitionen schon ein sehr gutes alltagstaugliches DX-Equipment erwerben. Um mit einer FX-Kamera auf „Bilderpirsch“ zu gehen, sind 3.000 Euro und mehr schnell verbraten, möchte man mit entsprechend hochwertigen Objektiven auch dem FX-Sensor gerecht werden.

Ich persönlich fotografiere häufig bei unzureichendem Licht bzw. bei Dämmerung und gehe mit den ISO-Werten auch schon mal auf ISO 3.200 hoch, mit einer „DX“ wäre ich da auf verlorenem Posten. :peter:


Lieben Gruß

Peter

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Wenn alle Leute nur dann redeten, wenn sie etwas zu sagen haben, würden die Menschen sehr bald den Gebrauch der Sprache verlieren.
William Somerset Maugham


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SchVVarzer Peter
 Betreff des Beitrags: Re: FX- gegen DX-Format
Ungelesener BeitragVerfasst: So 20. Nov 2011, 18:35 
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Nachtrag:

"Ausgangslage: Gutes bis sehr gutes Fotolicht - Papierabzüge in Postkartengrösse"

Bei dieser Ausgangslage kann eine FX ihre Vorteile nicht einmal ansatzweise ausspielen und ist der DX gegenüber nicht im Vorteil, auf Grund des deutlich höheren Anschaffungspreises sogar im Nachteil.

Aber wer NUR bei solchen Parametern fotografiert, der ist auch mit einer "Kompakten", beispielsweise einer Lumix TZ20 gut bedient. :peter:

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Schrankdackel
 Betreff des Beitrags: Re: FX- gegen DX-Format
Ungelesener BeitragVerfasst: So 27. Nov 2011, 01:21 
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Die Lumix ist ok und bei guten Lichtverhältnissen und vor allem im Makrobereich ist sie unschlagbar. Nachteil: Fotos im RAW-Format sind nicht möglich.


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munkus
 Betreff des Beitrags: Re: FX- gegen DX-Format
Ungelesener BeitragVerfasst: Mo 28. Nov 2011, 16:20 
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Hallo SchwarzerPeter, hallo Schrankdackel,

zum einen hast Du mich, lieber SVV, schon überzeugt: Die D700 oder keine :-)
Du weisst ja, ich nenne sie sowieso mein Eigen, aber dennoch überkommen mich hin und wieder mal Zweifel, ob der finanzielle Aufwand, der dahintersteckt, wirklich gerechtfertigt ist - aber in "Grenzsituationen" sicherlich; da ist der FX-Sensor allen anderen in diesem Segment überlegen, und ich fotografiere ja auch nicht nur so:
"Ausgangslage: Gutes bis sehr gutes Fotolicht - Papierabzüge in Postkartengrösse"

Jetzt hat der Schrankdackel von Dir angestiftet, eine kompakte mit ins Spiel gebracht und ich gebe zu: Auch hier habe ich noch Handlungsbedarf; wer schleppt schon immer gerne 1 Zentner Fotozeug mit sich herum, um Tante Frieda beim Kaffeeklatsch zu verewigen?

Da schwanke ich zwischen eben einer Lumix, der Nikon P7100, der Canon G12 oder als neuestes Trum einer Sony Nex-7 - dem neuesten Schlachtschiff von Sony in dieser Klasse. Auch wenn die Nex-5 schon mal in die engere Wahl geraten war: Wenn ich das Datenblatt der Nex-7 so ansehe, dann bin ich froh, gewartet zu haben. Insbesondere der optische Sucher, die hohe Bildfolgefrequenz mit bis zu 10 Bildern / sec und die Möglichkeit, das Objektiv zu wechseln, begeistern mich - von den übrigen technischen Daten ganz abzusehen.


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Schrankdackel
 Betreff des Beitrags: Re: FX- gegen DX-Format
Ungelesener BeitragVerfasst: Mi 30. Nov 2011, 02:05 
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Registriert: Sa 20. Mär 2010, 22:06
Beiträge: 2285
Hallo Munkus,

hm, also ich nenne ja die NEX5 auch mein Eigen, aber wenn ich ehrlich bin, in vielen Fällen geht es mir auf den Geist, wenn ich die Objektive tauschen muss. Da schleppt man genauso viel Zeugs zum Kaffeeklatsch vom Tantchen mit, wie bei der "Großen" auch. Großer Nachteil der NEX 5 ist der fehlende optische Sucher - kann man nachrüsten, aber die Benutzung funktioniert nur in Verbindung mit dem Pancake-Objektiv. Das größte Manko ist, dass es kein Makro-Objektiv gibt, eigentlich sollte es laut Sony ab Oktober verfügbar sein, das war dann aber erst einmal doch nichts.
Ist halt so, ma hat ma Glück, ma hat ma Pech, Mahatma Gandhi ... :lol:

Tja und um noch einmal auf die Lumix zurück zu kommen, in der Tat ist sie praktisch in der Hosentasche zu tragen, besonders praktisch, wenn man nur mal eben mit den Hunden eine Runde dreht und dabei nicht "nackt" gehen möchte und für Schnappschüsse ist sie einfach genial.
Irgendwo hatte ich mal das Beispiel geschrieben, wenn Peter und ich gemeinsam unterwegs sind und ein Radfahrer vor eine Laterne brettert, dann bin ich mit der Lumix schnell für einen Schnappschuss bereit. Peter müsste erst das passende Objetiv aufschrauben, seine Kamera einstellen und am Ende den Radfahrer fragen, ob er das bitte noch einmal machen kann, weil er gern davon ein Foto machen würde. :lol:

Fazit:
Wenn Du eine kleine Kompakte haben möchtest, mit der Du super gute Momentaufnahmen machen kannst und auch auf das RAW-Format verzichten kannst, dann bist Du mit der Lumix sehr gut bedient.


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